Die Kettensäge ist zum Symbol der Reformdebatte geworden: Für die einen steht sie für den dringend nötigen Befreiungsschlag, für die anderen für sozialen Kahlschlag. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, hält diese Zuspitzung für eine kommunikativ entstandene Sackgasse. Seine Botschaft: Deutschland braucht keinen Kulturbruch, sondern endlich den Mut, von erfolgreichen europäischen Reformländern zu lernen.
Kaum eine Diskussion über Reformen kommt heute noch ohne sie aus: die Kettensäge. Für Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, ist sie zum übermächtigen Symbol einer verzerrten Reformdebatte geworden. Ursprünglich stand sie für den radikalen Sparkurs des argentinischen Präsidenten Javier Milei. Der hatte im Wahlkampf mit der Kettensäge posiert, um zu zeigen, wie entschlossen er den aufgeblähten Staatsapparat zurechtstutzen wollte.
Der Mann mit der Kettensäge: Javier Milei, liberaler Reformer, hat dem Land eine radikale Rosskur verordnet.
Das Bild ging um die Welt. Die Kettensäge wurde zum Symbol für Disruption. Auch Elon Musk nutzte sie in seiner kurzen Zeit als Leiter der US-Effizienzbehörde DOGE als Zeichen für den geplanten radikalen Abbau staatlicher Ausgaben und Bürokratie.
Elon Musk und Javier Miliei feiern die Kettensäge.
In Deutschland aber, schreibt Steiger in seiner aktuellen Kolumne, werde die Kettensäge inzwischen für zwei vollkommen gegensätzliche Botschaften verwendet: als Hoffnungsbild für den Befreiungsschlag und als Angstsymbol für angeblichen sozialen Kahlschlag.
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