Der russische Präsident Putin will den Ukraine-Krieg offensichtlich beenden. „Ich glaube, dass sich die Angelegenheit dem Ende zuneigt“, sagte Putin mit Blick auf den Ukrainekrieg am Samstag in Moskau. Er fügte hinzu, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico habe ihm gesagt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei.
Den Krieg in der Ukraine, von dem die Russen eigentlich nichts mitbekommen sollten, scheint Putin nicht als Erfolg für sich reklamieren zu können. Die Bevölkerung hatte letztendlich offenbar doch mehr mitbekommen, als es sich die russische Führung erhofft hatte. Zu hoch sind die Opfer, die jetzt bereits offensichtlich auch die russische Mittelschicht treffen. Zu offensichtlich auch die Angriffe auf russisches Territorium. Von tausend Toten pro Tag auf Seiten der Russen ist die Rede. Auf ukrainischer Seite werden es nicht weniger sein. Auch die Gebietsgewinne der russischen Armee sind nach vier Jahren Krieg überschaubar.
In ihrer Absage an den Vorschlag von Putin werden aber besonders ihre eigenen Defizite im Verständnis von Verfahren besonders deutlich. Grundsätzlich, so Kallas, halte sie es für „wenig ratsam“, Russland die Auswahl eines Vermittlers „in unserem Namen“ zu überlassen. Schröder, so Kallas weiter, säße dann „auf beiden Seiten des Verhandlungstisches“.
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