Was macht eigentlich Karl Lauterbach? Der ehemalige Bundesminister, bekannt für sein hohes, durchaus intrusives, irrlichterndes „Engagement“ in der Coronazeit, für ein linkes „Projekt“ mit den Grünen und die Warnung vor sommerlicher Wärme, sitzt weiterhin im Bundestag. Er leitet dort, weit weg von der Öffentlichkeit, den Forschungsausschuss. Daneben rückte er im Juni letzten Jahres in die „Pan-European Commission on Climate and Health“ der WHO ein, in der es um gesundheitliche Effekte des Klimawandels gehen soll. Die Zeit bemerkte damals die wichtigen Worte: „Er engagiert sich ehrenamtlich und parallel zu seiner Arbeit im Bundestag.“ Jetzt ist die Frage, ob man mehr davon will und ob die Sache dann doch einen Preis hat.
Zuletzt ging Deutschland schon bei der Neubesetzung des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) leer aus. Der SPD-Mann Niels Annen wurde es nicht. Deutsche Politiker glauben deshalb, „quasi ein Ticket frei“ zu haben, wo es um weitere Posten geht. Und dieses Ticket, so heißt es nun, könnte die Bundesregierung für Karl Lauterbach einsetzen.
Im schwarz-roten Umfeld rechnet man sich einige Chancen auf den Direktorenposten bei der Weltgesundheitsorganisation WHO aus, der ab 2027 frei wird. Denn zum einen ist Deutschland hier seit dem Rückzug der USA zum größten Beitragszahler geworden. Zehn Prozent des WHO-Budgets trägt inzwischen der deutsche Steuerzahler bei. Im Doppeljahr 2024/2025 überwies die Bundesregierung 323 Millionen US-Dollar, das meiste davon freiwillig. Der deutsche Pflichtanteil lag nur bei rund 36 Millionen Dollar.
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