AfD-Chefin Alice Weidel hat Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Landesparteitag ihrer Partei in Heidenheim erneut als „Lügenkanzler“ bezeichnet. Dabei griff sie einen rechtskräftigen Strafbefehl gegen einen Facebook-Nutzer auf, der den CDU-Politiker als „Lügenfritz“ bezeichnet hatte. Vor dem Tagungsort stand unterdessen der Protestbus, der im vergangenen Sommer bereits bei der massiven Störung von Weidels ARD-Sommerinterview eingesetzt worden war.
„‚Lügenfritz‘ dürfe nicht als ‚Lügenfritz‘ bezeichnet werden“, sagte Weidel am Samstag vor den Delegierten. „Ich habe Friedrich Merz als Lügenkanzler bezeichnet, weil er ein Lügenkanzler ist.“ Merz habe im Wahlkampf alles versprochen und anschließend das Gegenteil davon gemacht.
Bereits in einer Generaldebatte des Bundestages im Juli 2025 hatte sie den Kanzler als „Lügenkanzler“ bezeichnet und ihm unter anderem wegen der Schuldenpolitik und der nicht erfolgten Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte Wortbruch vorgeworfen.
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