Mamdanis „Warmth of Collectivism“ – und die Erinnerung an die „warmen“ Folgen

vor 7 Monaten

Mamdanis „Warmth of Collectivism“ – und die Erinnerung an die „warmen“ Folgen
Bildquelle: Tichys Einblick

„Wir werden die Kälte des rücksichtslosen Individualismus durch die Wärme des Kollektivismus ersetzen.“ Mit diesem Satz legt Mamdani die Axt nicht an ein Detail, sondern an ein Fundament. „Kollektivismus“ ist kein freundliches Synonym für Nachbarschaftshilfe, sondern eine politische Grundordnung: Der Einzelne zählt weniger als das Kollektiv, und das Kollektiv wird am Ende immer von einer Instanz definiert, verwaltet und durchgesetzt. Der Staat tritt an die Stelle von Verantwortung, Eigentum, Risiko, Leistung. Freiheit wird als „kalt“ diffamiert, Lenkung als „warm“ verkauft.

Was bedeutet das konkret? Es bedeutet, dass Politik nicht mehr Rahmen setzt, sondern Ergebnisse erzwingen will. Dass Preise, Mieten, Besitzstände, Chancen und Lebensentwürfe zum Gegenstand moralischer Umverteilung werden. Dass aus Bürgern Zielgruppen werden, aus Eigentum ein Verdachtsmoment, aus Erfolg eine Rechtfertigungspflicht. Und es bedeutet, dass die schönen Worte nicht das Ziel sind, sondern der Hebel. Der Hebel heißt Macht. „Wärme“ ist die Verpackung, damit der Zugriff nicht nach Zugriff aussieht.

Hayek hat in „Der Weg zur Knechtschaft“ genau diese Rhetorik vorweggenommen: Plan und „Wärme“ klingen zunächst wie Fürsorge, am Ende bleibt Zwang. Sobald Politik nicht mehr Regeln setzt, sondern Ergebnisse garantieren will, muss sie Menschen lenken, Prioritäten diktieren, Gewinner und Verlierer bestimmen. Das klappt nur, wenn Macht konzentriert wird und Widerspruch als Störung gilt. Der Einstieg ist selten der offene Terror, sondern der gut gemeinte Eingriff, der nächste Eingriff zur Korrektur, dann die Ausnahme, dann die Dauer. So wird aus dem Versprechen „Gerechtigkeit“ ein System, das Freiheit abbaut, bis nur noch Verwaltung und Gehorsam übrig sind.

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