In Frankreich und Spanien dauern die schweren Waldbrände an. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurden bislang rund 220.000 Menschen in Frankreich und mehr als 75.000 in Spanien evakuiert. Die Feuer bedrohen zunehmend auch bewohnte Gebiete.
Im Département Gironde rund um die im französischen Südwesten gelegene Großstadt Bordeaux hat sich die Lage dabei bedrohlich zugespitzt: Der größte Waldbrand ist am Sonntag bis auf rund 30 Kilometer an die Stadt herangerückt, etwa 42.000 Hektar Land wurden zerstört. Es steht zu befürchten, dass sich der Brand noch weiter ausbreiten könnte und womöglich noch näher an die Stadt heranrückt. Die Brände zählen schon jetzt zu den größten in Frankreich seit Jahrzehnten. 140 Gebäude wurden bereits zerstört.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind deswegen erneut viele Gemeinden im Umland von Bordeaux evakuiert worden. Der französische Innenminister Laurent Nuñez bezifferte die Gesamtzahl der Evakuierten allein in der Gironde auf 167.000. Viele Touristen aus der beliebten Küstenregion rund um das Bassin d’Arcachon befinden sich derzeit ebenfalls in Evakuierung. Dort werden gegenwärtig Schiffe eingesetzt, um Menschen von der Halbinsel Cap Ferret in Sicherheit zu bringen.
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