Es geschehen noch Zeiten und Wunder: Der Spiegel veröffentlichte im Juni ein Interview mit Kilian Friemel. Friemel, Partner und Fachanwalt für Arbeitsrecht bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing, verfügt über kompetente Einblicke in die Lage des deutschen Arbeitsmarkts. Mit dem Interview gewährt der Spiegel seinen Lesern einen Blick in das Innere der deutschen Wirtschaft – ein seltener Moment der Lauterkeit.
In seiner Berufspraxis unterstützt Friemel Unternehmen mit hohem Personalkostendruck dabei, notwendige Kostenreduktionen trotz des restriktiven deutschen Arbeitsrechts umzusetzen. Anders gesagt: Er eröffnet Wege zu schnellen Entlassungen.
Es ist bekannt, dass das deutsche Arbeitsrecht gerade zu Krisenzeiten der Wirtschaft nur wenig Raum zur Disposition einräumt. Unternehmen, die es sich leisten können, greifen dann auf die Hilfe von Profis wie Kilian Friemel zurück. Zumeist sind es größere Mittelständler, die an vier Kostenschrauben drehen können: Immobilien, Einkauf, Energie und Personal.
Allerdings sind Miet- und Eigentumskosten, so Friemel, Konstanten. Im Einkauf und bei der Energie ist das Thema bekannt: Preise kennen nur eine Richtung, gen Norden. Das zwingt die Unternehmen dazu, die steigenden Kosten an ihre Kunden weiterzugeben, die ihrerseits zunehmend in finanzielle Engpässe geraten.
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