Die schweren Vorwürfe gegen die Leiterin der EU-Asyl-Agentur EUAA Nina Gregori dürften sich bestätigen: Die Anti-Korruptionsbehörde legte einen ersten Bericht vor. Aufgrund dieser Ermittlungen gegen die Asyl-Beamten der EU und auch aufgrund der Hausdurchsuchungen in der Huawei-Causa bei EU-Lobbyisten sowie Parlamentsabgeordneten gibt Europas Verwaltungszentrum in Brüssel aktuell nicht das beste Bild ab.
In der EU-Asyl-Agentur (EUAA), die für die Umsetzung des europäischen Asylrechts zuständig ist, soll es über Jahre hinweg zu schwerwiegenden Verstößen bei der Personalbesetzung gekommen sein. Das berichtet nun Politico unter Berufung auf ein vertrauliches Untersuchungsdokument des EU-Betrugsbekämpfungsamts OLAF. Der Vorwurf: Führende Funktionäre sollen Freunde und Vertraute systematisch bevorzugt und bestehende Vorschriften umgangen haben. Der Europäische Rechnungshof und das EU-Parlament schalten sich nun ein.
Demnach sei ein „enger Kreis“ von Bekannten und Vertrauten auf Führungspositionen gehievt worden – zum Teil unter Umgehung von Ausschreibungsverfahren, mit Abbruch laufender Auswahlprozesse oder durch gezielte Besetzung von Auswahlgremien mit loyalen Personen. Zwischen 2019 und 2023 wurden laut Bericht mehrere mittlere Führungspositionen bewusst nach persönlichen Verbindungen vergeben – nicht nach Qualifikation oder Personalbedarf.
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