„Was mir am meisten auf der Welt zuwider ist, sind meine Eltern. Wo ich auch hingehe, sie verfolgen mich. (…) Kaum habe ich einen Stuhl gefunden, öffnet sich die Tür und einer von beiden starrt herein, Vater Staat oder Mutter Natur.“ Dieser Aphorismus des Lyrikers Günter Eich (1907-1972) ist mehr als ein halbes Jahrhundert alt, trifft aber heute mehr denn je zu.
Sind dieser Vater und diese Mutter überhaupt ein Paar? Jahrtausendelang waren sie es nicht. Sie waren Gegner. Die Menschheit organisierte sich in Staaten nicht zuletzt zu dem Zweck, die Natur zu zähmen, sie zu nutzen und auszubeuten. Mit Viehzucht und Ackerbau domestizierte der Mensch die Natur und wurde sesshaft. Sesshaftigkeit war die wichtigste Voraussetzung zur Bildung von Kommunen und Staaten. Heute stellen manche Staaten – Deutschland am radikalsten – das „Interesse“ der Natur vor das Interesse seiner Bürger. Nistet irgendwo eine seltene Fledermaus, werden Bauvorhaben gestoppt. Klimaschutz genießt Vorrang vor den Interessen des Souveräns. Dass die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen geschont werden sollen, steht außer Frage. Aber die Prioritäten werden zu Lasten der Freiheit verdreht. Der Staat dient nicht mehr dem Staatsbürger, Vater Staat bringt Mutter Natur gegen die eigene Bevölkerung in Stellung.
Das lässt Mutter Natur völlig gleichgültig. Von Zeit zu Zeit kommt sie in die Wechseljahre. Klimakterium (Hitzewallungen) interpretiert die herrschende Klimareligion zur Klimakatastrophe. Der eigentliche Kern der „Klimakatastrophe“ aber besteht in der Moralisierung der Klimapolitik gegen den Souverän. Sie entpuppt sich als Demokratiekatastrophe.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










