New York City hat den „Community Opportunity to Purchase Act“ (COPA) am 18. Dezember 2025 im City Council verabschiedet und an den Mayor weitergeleitet. Wer in sozialen Medien „Zwangsverkauf an Regierung und NGOs“ liest, bekommt eine Abkürzung serviert. COPA ist keine formale Beschlagnahme. Aber es ist ein harter Eingriff in die Verfügungsfreiheit: Der Staat baut eine Schleuse vor den Markt – und bestimmt, wer zuerst durch darf.
Die Mechanik ist der eigentliche Skandal: Sobald ein Eigentümer eine „covered property“ verkaufen will, muss er HPD (Housing Preservation and Development) und alle zertifizierten „qualified entities“ vorab informieren – und darf in dieser Phase nicht einfach an Dritte verkaufen. Dann beginnt die Uhr zu laufen: 25 Tage für eine Interessensbekundung, anschließend 80 Tage für ein erstes Kaufangebot der „qualified entities“. Macht mindestens 105 Tage Sperrfrist, bevor der Eigentümer überhaupt wieder „frei“ am Markt agieren kann – sofern niemand einsteigt.
Und selbst wenn er später ein reguläres Angebot bekommt, kann COPA nochmal zuschlagen: Es gibt ein Vorkaufsrecht (right of first refusal), bei dem die qualifizierte Einheit binnen 15 Tagen zu identischen Bedingungen „matchen“ darf – in bestimmten Konstellationen sogar noch bis zu einem Jahr nach der ersten Runde.
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