Dass sich viele Menschen auf der Straße nicht mehr sicher fühlen, liegt nicht an Migranten, meint der SPD-Generalsekretär, Tim Klüssendorf. „Dieses Unsicherheitsgefühl hat aus meiner Sicht in erster Linie mit Männern zu tun, egal welcher Herkunft“, erklärte der Sozialdemokrat den Zeitungen der Funke Mediengruppe im Zuge der „Stadtbild“-Debatte.
„Die Verkürzung aller politischer Probleme auf die Migration halte ich für falsch und gefährlich“, fügte Klüssendorf hinzu. Damit bläst er ins selbe Horn, wie zuletzt der innenpolitische Sprecher der SPD, Sebastian Fiedler, der gegenüber Welt sagte, die Koalition arbeite „hart daran, die wirklichen Probleme des Landes zu lösen“ und könne „auf Debattenbeiträge des Regierungschefs, die die Menschen nicht versöhnen und verbinden, sondern spalten und erzürnen“ verzichten.
Außerdem hatte Fiedler gesagt: „Danke für nichts, Herr Bundeskanzler!“ Am 14. Oktober hatte Friedrich Merz über ein „Problem“ im Stadtbild gesprochen und damit illegale oder arbeitslose Migranten gemeint. Im Zuge dessen hatte eine Empörungswelle Fahrt aufgenommen: Demonstrationen, Widerworte – und das sogar aus der eigenen Regierung.
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