Schweden stellt die finanzielle Unterstützung für das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) ein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, plan das Land stattdessen, seine humanitäre Hilfe für Gaza über alternative Kanäle auszubauen. Dies gab die schwedische Regierung am Freitag bekannt.
„Die Kernunterstützung der Regierung für UNRWA endet“, erklärte das Außenministerium in Stockholm. Der schwedische Minister für Entwicklungshilfe, Benjamin Dousa, führte gegenüber dem Sender TV4 aus, dass die Entscheidung im Zusammenhang mit einem israelischen Verbot stehe, das die Arbeit von UNRWA ab Januar 2024 erheblich erschweren werde.
Trotz des Endes der UNRWA-Finanzierung plant Schweden, seine humanitäre Hilfe für Gaza im nächsten Jahr auf 800 Millionen Schwedische Kronen (rund 72,44 Millionen US-Dollar) zu erhöhen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 451 Millionen Kronen dieses Jahres. Die Mittel sollen über Organisationen wie das Welternährungsprogramm (WFP), UNICEF, UNFPA und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verteilt werden. Unterdessen forderte die UN-Generalversammlung diesen Monat Israel auf, das Mandat von UNRWA zu respektieren und dessen Arbeit ohne Hindernisse zu ermöglichen.
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