Um eine Mehrheit rechts der Mitte ohne AfD zu bekommen: Gauweiler schlägt bundesweites Bündnis Freie Wähler/CSU vor

vor etwa 2 Monaten

Um eine Mehrheit rechts der Mitte ohne AfD zu bekommen: Gauweiler schlägt bundesweites Bündnis Freie Wähler/CSU vor
Bildquelle: Apollo News

„Wir sollten den Freien Wählern sagen: Ihr dürft unter dem Namen Bündnis Freie Wähler/CSU antreten“, schlägt CSU-Urgestein Peter Gauweiler in der Bild vor. Sein Ziel mit dem neuen Bündnis wäre es, Wähler von der AfD zu gewinnen und so nicht mehr eine Regierung links der Mitte zu haben, obwohl die Wähler rechts der Mitte wählen. Als Grund dafür, dass es zwar eine Mehrheit gibt, die Mitte-rechts wählt, es aber zu Mitte-links-Koalitionen kommt, sieht er, dass die AfD tabuisiert wird und die FDP zu schwach ist. Dieses von Gauweiler vorgeschlagene Bündnis sollte bei Bundestags-, Europa- und allen Landtagswahlen außerhalb Bayerns antreten dürfen.

Dass es in Bayern eine Regierung ohne linke Parteien gibt, verdanken Bayern und die CSU den Freien Wählern, so Gauweiler. Dem Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger attestiert Gauweiler, dass er das Profil der Freien Wähler geschärft hat. In dem von Gauweiler vorgeschlagenen Bündnis wäre die Aufstellung von Kandidaten außerhalb Bayerns die Aufgabe der Freien Wähler. Die Freien Wähler verfügen in allen Bundesländern über eigene Landesverbände.

Vorteile sieht Gauweiler sowohl für die CSU als auch für die CDU. „Die CSU hätte einen etablierten Bundesgenossen und die CDU hätte Mitstreiter-Potenzial in ungeahnter Größe.“ Ein solches Bündnis würde jedoch den Beschluss von CDU und CSU, dass die CSU nur in Bayern und die CDU nur in den anderen 15 Bundesländern antritt, torpedieren. Unklar ist, ob bei einem solchen CSU/Freie-Wähler-Bündnis die CDU auch in Bayern antreten würde, was der CSU schaden würde.

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