Deutschland liefert keine Wehrpflichtigen aus

vor 6 Monaten

Deutschland liefert keine Wehrpflichtigen aus
Bildquelle: Tichys Einblick

Seit fast vier Jahren nun tobt ein zermürbender Krieg Russlands gegen die Ukraine. Noch verteidigen ukrainische Soldaten tapfer ihre Heimat im tiefsten Winter in kalten Schützengräben gegen die russische Interventionsarmee. Doch die Reihen lichten sich.

„Wenn es hart auf hart kommt, halten Soldaten eben zusammen“, heißt es an der Front. Aber das gilt längst nicht für potenzielle Kameraden in der Etappe. Immer mehr wehrpflichtige Männer an der Heimatfront fliehen ins europäische Ausland, weil sie nicht in diesem Krieg sterben möchten.

Da die Ukraine Ende August 2025 ihre Ausreisebestimmungen verändert hat, können seither Männer zwischen 18 und 22 Jahren das Land verlassen. Zwar darf die ukrainische Regierung laut Gesetz nur Männer ab 25 Jahren zum Einsatz an der Front verpflichten, aber das Misstrauen darüber, wie lange das noch angesichts der dramatischen Kriegslage gilt, nimmt bei jungen Männern zu.

Viele suchen auch ihr Heil in Deutschland, weil hier das lukrative Bürgergeld lockt, selbst wenn es ab 1. Juli dieses Jahres dann „Grundsicherungsgeld“ heißt.

Zum Jahresende kamen allein über Sachsens Grenzen 2.800 Ukrainer pro Monat nach Deutschland. „Wir hatten in den letzten Wochen des Jahres 2025 einen Zustrom von 100 Ukrainern pro Tag nach Sachsen“, machte CDU-Landrat Rico Anton aus dem Erzgebirgskreis die anhaltende Flüchtlingswelle dem Bund klar.

Von Anfang an war besonders für reiche Ukrainer die Ausreise aus ihrem Land trotz Kriegs jederzeit möglich. Selbst wehrpflichtige ukrainische Männer konnten, wie daheimgebliebene Ukrainer ohne Geldmittel berichten, anfangs für 5.000 Euro und in jüngster Zeit für mehr als 10.000 Euro ihr Land verlassen. Die Korruption in der Ukraine nicht nur in der Energiewirtschaft, sondern auch bei den Behörden macht solche illegalen Zustände möglich. Doch darüber berichten westliche Medien meist nicht.

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