Der Buchmacher Coral hat seine Quoten für den Ausgang der nächsten Wahlen zum Unterhaus angepasst. Dass Reform UK, die Partei von Nigel Farage, eine Mehrheit der Sitze erringen wird, gilt nun als das wahrscheinlichste Ergebnis bei den nächsten Parlamentswahlen. Doch nicht nur das: Auch dass Farage der nächste Premierminister wird, ist laut Coral höchst wahrscheinlich. Farage hängt bei diesem Thema inzwischen den Amtsinhaber Keir Starmer ab. Es wird auch schon über die labour-interne Nachfolge von Starmer gesprochen. Kemi Badenoch von den konservativen Tories kommt nur noch auf den dritten Platz. Und das entspricht wiederum den aktuellen Umfragen.
Derweil fallen die Konservativen unter Kemi Badenoch in einer YouGov-Umfrage für die Times auf den vierten Platz hinter die Lib Dems zurück. Der Unterschied zwischen beiden Parteien übersteigt mit drei Prozentpunkten nicht die Fehlertoleranz. Reform führt in dieser Umfrage mit sieben Punkten Abstand vor Labour. Die neue Hackordnung lautet demnach: Reform (29 %) – Labour (22 %) – Lib Dems (17 %) – Tories (16 %) – Grüne (10 %). Im Vergleich mit den letzten Wahlen hat Reform den Konservativen ein Drittel ihrer Wähler abspenstig gemacht. Die Lib Dems gewinnen von beiden ehemals großen Parteien. Labour gibt außerdem Stimmen an die Grünen ab.
Trotz dieser Fragmentierung der Stimmen rechnen Beobachter bei den nächsten Unterhauswahlen mit einer altgewohnten Wahlkampf-Aufstellung: Es wird um die Alternative zwischen Amtsinhaber Starmer und seinem Hauptkonkurrenten gehen. Und der wäre nach Lage der Dinge Reform-Führer Farage.
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