„Apocalypse Now“: Wie unverantwortlich darf ein amerikanischer Präsident sein?

vor 11 Monaten

„Apocalypse Now“: Wie unverantwortlich darf ein amerikanischer Präsident sein?
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Kriegsfilm ist ein dankbares Genre für Filmemacher. Er bietet die Möglichkeit zu großen Bildern und reichlich Action. Vor allem aber handelt das Genre von dem größten Thema des Menschen nach der Liebe: dem Tod. Außerdem ermöglicht der Kriegsfilm dem, der das will, ein einfaches Freund-Feind-Schema. Entsprechend überschlug sich Hollywood nach dem gewonnenen Zweiten Weltkrieg mit erfolgreichen Epen wie: „Der längste Tag“ oder „Sands of Iwo Jima“.

Letzterer trug den unglücklichen, weil wenig aussagekräftigen, deutschen Titel „Du warst unser Kamerad“. Die Hauptrolle spielte John Wayne. Bereits im Jahr 1945 war der Westernstar in Kriegsfilmen wie „Stahlgewitter“ oder „Schnellboote vor Baatan“ zu sehen. Hollywood konnte und wollte gar nicht lange darauf warten, den Ruhm der erfolgreichen Soldaten zu Geld an der Kinokasse umzumünzen.

Dokumentationen über den Vietnamkrieg zeigen, dass für viele amerikanische Soldaten Wayne und „Sands of Iwo Jima“ wichtige Rollenmodelle boten, als sie selbst ab 1964 zum Einsatz in ein Land zogen, das ihnen fremd war. Sie waren Vertreter einer Siegergeneration, die keine militärischen Niederlagen kannte und der es entsprechend leicht fiel, sich mit der Rolle des tapferen wie pflichtbewussten Soldaten zu identifizieren, die der – fast schon selbstverständlich ungediente – John Wayne verkörperte.

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