100 Tage Trump: Hass, Lügen und Verleumdungen

vor etwa 1 Jahr

100 Tage Trump: Hass, Lügen und Verleumdungen
Bildquelle: Tichys Einblick

Glaubt man den Reaktionen in der deutschen Öffentlichkeit auf Trumps ehrgeizigen Parcoursritt auf fast allen politischen Feldern, dann zerstört gerade ein wahnhafter Milliardär an den Schaltstellen der Weltmacht USA die amerikanische Demokratie, den Welthandel, das Bündnis des freien Westens und mehr oder minder die politische Kultur des modernen Abendlandes. Man kann die Berichterstattung in den meisten deutschen Medien und die Sprüche mancher deutschen Politiker aber auch als hemmungslos emotionale Reaktionen verstehen, die nicht selten von Hass, Lügen und Verleumdungen durchsetzt sind.

In der Tat ist Donald Trump oft peinlich, er provoziert Fremdscham: kein anderer Politiker in Europa würde sich, so wie der 78-jährige Amerikaner, immer wieder selbst als den Größten, Besten, Tollsten preisen. Wer außer dem Republikaner würde genüsslich über Politiker herziehen, die ihm „den Hintern küssen“, würde von sich selbst behaupten, der großartigste Politiker der modernen US-Geschichte zu sein? Trumps Neigung zu Protz und Prunk, seine Vorliebe für Junk-Food, seine vielen Ehen und Affären – alles bestätigt das Bild des hässlichen Amerikaners, in diesem Fall auch noch ein Milliardär, oberflächlich, großkotzig und selbstverliebt, gierig nach Macht und Profit.

Wenn im Deutschlandfunk (DLF) Journalisten und Experten in gemütlicher Runde und ohne Dissens über den „Donald“ herziehen, da wird jeder hergelaufene amerikanische Publizist, Showstar oder liberaler Politiker zitiert, der Trump als Kriminellen, Psychopathen und Größenwahnsinnigen beschimpft, der mit „Mafiamethoden“ die Axt an dem „werteorientierten“ und „regelbasierten“ Fundament von Demokratie und Weltpolitik legt.

„Die USA erleben einen systematischen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat“, bilanziert der DLF Ende April. Schon das Telefongespräch Trumps mit Putin sei bereits „eine riesige Niederlage für die USA als Anführer der freien demokratischen Welt und ein großer Sieg Putins“. Ein persönliches Treffen mit Trump wäre ein noch größerer Erfolg des russischen Diktators, weil es „eindeutig unterstreichen würde, dass der Aggressor international nicht isoliert ist“.

Auf der DLF-Website wird hintersinnig gefragt: „Vollzieht sich in den USA ein schleichender Staatsstreich?“. Begründet wird das vor allem mit dem Einsatz des Tech-Milliardärs Elon Musk, der mit Hilfe seiner DOGE-Organisation im Auftrag Trumps die amerikanische Bürokratie durchforschen und radikal reformieren, ideologische Programme und Verschwendung von Finanzmitteln beenden und ineffiziente Strukturen auflösen soll.

Wir werden Zeugen des Versuchs, Amerika zu zerstören und alle politischen und rechtlichen Kontrollen auszuschalten, lautet das vernichtende Urteil des Senders. Auch wenn tatsächlich manche Vorgehensweise von DOGE berechtigte Fragen provozieren, kann nicht gänzlich unerwähnt bleiben, dass Musk binnen Wochen sehr effizient fragwürdige staatliche Programme, die Verschwendung enormer Summen an Steuergeldern und ineffiziente Strukturen aufdecken konnte.

Eine Beurteilung von Musks rabiatem und zuweilen wohl unsachgemäßem Vorgehen muss keineswegs eindeutig positiv bewertet werden – die Ignoranz gegenüber dem Ansatz, Bürokratie zu entschlacken, Steuergelder zu sparen und US-Programme im In- und Ausland kritisch zu durchforsten zeugt von miesem Journalismus und ideologischer Voreingenommenheit.

Die Kommentatorin des Hessischen Rundfunks (HR) wirft vor, in Sachen Ukraine „wie ein Internet-“roll“ Verstörendes über die Online-Plattformen abzusetzen. Der angebliche Verrat an der Ukraine und seinem Präsidenten Selenskyj ist ohnehin das beliebteste Motiv vieler deutschen Medien. „Er hat sich auf die Seite Putins geschlagen, …. Das ist jetzt sein neuer Buddy“, heißt es dann im HR. Gleich welcher ARD-Sender, Stimmen die Trumps Politik differenziert betrachten, sind so gut wie nicht vorhanden. Unterschiede gibt es nur in der Schärfe und in der Emotionalität der Ablehnung dieses US-Präsidenten. Auch für den Deutschlandfunk zerstört Trump „die Fundamente der Demokratie“.

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