Wenn ein Fußballverein abstürzt, ist das für die Fans schmerzhaft. Fans des VfL Wolfsburg gibt es zwar nicht viele, aber als am Montagabend in der beschaulichen Benteler-Arena in Paderborn nach 120 Minuten die Anzeigetafel 2:1 für den Zweitligisten zeigte, konnte einem die mitgereisten Wölfe schon etwas leidtun.
Es ist der erste Bundesliga-Abstieg eines Vereins, der 2009 Meister wurde und 2015 noch den DFB-Pokal holte. Der Abstieg in der Relegation ist der Totalabsturz eines Riesen, der eigentlich in ganz anderen Stadien der Welt spielen müsste und sich nun in der kommenden Saison mit Cottbus und Osnabrück messen darf – die zweite Liga ist ein hartes Pflaster.
Aber der Abstieg des VfL Wolfsburg ist kein rein fußballerischer. Natürlich muss man über fehlende Spielideen, mangelnde Führungsspieler und schwache Entscheidungsfindung reden. Aber dieser Absturz ist in aller erster Linie ein Spiegel, in dem sich der Niedergang des gesamten Volkswagen-Konzern bildlicher abzeichnet als in jedem Geschäftsbericht.
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