Telegram-Gründer Pavel Durov hat in seiner breit geteilten Kritik an den Plänen der Europäischen Union zur sogenannten Chatkontrolle nachgelegt. Auf der Plattform X veröffentlichte er am Dienstag eine Stellungnahme, die an alle Telegram-Nutzer in Frankreich versandt wurde. Darin warnt er vor einem „autoritären Gesetz“, das die Privatsphäre in Europa abschaffen würde.
„Heute hätte die Europäische Union beinahe Ihr Recht auf Privatsphäre verboten“, schreibt Durov. Das geplante Gesetz hätte Apps verpflichtet, „jede private Nachricht zu scannen“, eine Maßnahme, die seiner Ansicht nach jedes Smartphone in ein „Spionagewerkzeug“ verwandelt.
Durov geht diesmal über allgemeine Kritik hinaus und benennt ganz konkret politische Verantwortliche. Frankreich habe, so der Telegram-Gründer, „federführend“ auf die Verabschiedung des Gesetzes gedrängt. Sowohl der ehemalige als auch der amtierende Innenminister, Bruno Retailleau und Laurent Nuñez, hätten es aktiv unterstützt.
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