Der Ölpreis schießt mit 126 US-Dollar pro Barrel auf ein Rekord-Hoch – ein Preissprung von sieben Prozent über Nacht. Der neue Ölschock könnte somit den ab 1. Mai geltenden Tankrabatt absorbieren und birgt über der 120-Dollar-Marke große Risiken für die Weltwirtschaft, sagen Experten.
Logistik, Mobilität, Vertrieb – am Ölpreis hängt fast jede Branche. Heißt: Wenn Tanken und Heizen teuer sind, steigen auch die Kosten für alle Waren. Dabei galt ein hoher Ölpreis von rund 100 US-Dollar pro Barrel bisher als verkraftbar. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung zum Juni kostet nun jedoch 126,41 US-Dollar. Wird der aktuelle Preissprung von sieben Prozent an die Zapfsäule weitergegeben, würde sich der Effekt des beschlossenen Tankrabatts der Bundesregierung minimieren.
Bleibt der Ölpreis in diesem Bereich, erhöht sich das Risiko in Richtung einer Stagflation, schreibt die Consorsbank in einer aktuellen Marktanalyse. Bei einer Stagflation steigen die Preise, während die Arbeitslosigkeit zunimmt, da Unternehmen weniger investieren und weniger produzieren.
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