Für Keir Starmer sind Tage der Entscheidung angebrochen – er droht am Epstein-Skandal zu scheitern. Noch nie stand der britische Premierminister so sehr unter Druck wie jetzt: Ein Minister in seinem Kabinett hat sich anonym bereits zu Wort gemeldet und den Rücktritt des Labour-Politikers gefordert. Mehrere Labour-Abgeordnete haben dem Premier ihr Misstrauen ausgesprochen – Medienberichten zufolge sollen die Vorbereitungen für ein mögliches innerparteiliches Misstrauensvotum schon laufen. Den Fall ins Rollen gebracht hatte die explosive Veröffentlichung der Epstein-Files durch das US-Justizministerium – seit Monaten sorgen diese Akten immer wieder weltweit für Schlagzeilen.
Am Donnerstag ließ die Tageszeitung The Guardian eine politische Bombe platzen: Peter Mandelson – der frühere Vertraute des britischen Premierministers Keir Starmer, der von ihm zum britischen Botschafter in den USA gemacht wurde – hatte vor seiner offiziellen Berufung auf den Posten den Überprüfungsprozess der britischen Behörden nicht bestanden. Das Außenministerium ignorierte das Ergebnis der Überprüfung – später musste sich Mandelson jedoch aufgrund seiner Verstrickungen in den Fall des Epstein-Sexrings vollständig aus der Politik zurückziehen.
Diese Neuigkeit lässt Starmer jetzt um sein politisches Überleben kämpfen – denn im Februar, als der Skandal um Mandelson und seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein über Wochen die britische Politik dominierte, hatte der Premierminister auch gegenüber dem britischen Unterhaus behauptet, Mandelsons Überprüfungsprozess sei erfolgreich verlaufen.
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