Auf der Seite von Stonewall hüpfen sie noch, die Spendeneingänge. Alle paar Sekunden springt eine Benachrichtigung hoch: „Benjamin donated £5.“ – „Zoe donated £10.“ – „Ken donated £104.“ Das mag so sein, aber mit derartigem Crowd-Funding verdient man keinen Millionenhaushalt. Und der soll nun jedenfalls erheblich geschrumpft sein.
Laut dem Telegraph haben Großspender wie Ministerien, Unternehmen oder auch Medien wie die BBC ihre Zuwendungen eingestellt. Als Begründung wird angegeben, die Stonewall-Organisation – gegründet 1989, aber benannt nach den New Yorker Schwulenprotesten von 1969 – habe sich zunehmend radikalisiert und stehe heute nicht mehr für Meinungsvielfalt.
Der Spectator zeichnet ein düsteres Bild vom Einfluss der Organisation. Sie glich demnach beinahe einer Mafia, die Geld nahm und dafür eine Art „Schutz“ gab. Im Streben nach gutem Ansehen bei der herrschenden Wokerati-Kaste zahlten Unternehmen hohe Summen, nur um von Stonewall bewertet zu werden und so zu „Diversity Champions“ respektive „Proud Employers“, die Stonewall kürte, zu stoßen. Man kann das auch Neofeudalismus nennen.
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