Steuerpolitik mit der Moralkeule: Neiddebatten genügen nicht mehr, jetzt wird der Bürger erzogen

vor 4 Monaten

Steuerpolitik mit der Moralkeule: Neiddebatten genügen nicht mehr, jetzt wird der Bürger erzogen
Bildquelle: Apollo News

Die Deutschen pflegen ein ambivalentes Verhältnis zu ihrem Staat. Auf der einen Seite scheint etwa ein Viertel der Bundesbürger erkannt zu haben, dass etwas aus dem Ruder geraten ist – dass der Staat seinen ursprünglichen Kompetenzbereich, gebannt in die unbestechliche Ziffer einer steigenden Staatsquote und der biblischen Regulierungsflut, weit überschritten hat.

Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, immer wieder festzustellen, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen an ihrem Grundvertrauen in die vermeintliche Kompetenz sowie die vorgespielte weitsichtige Lenkungsfähigkeit des politischen Personals festhält.

Zumindest legt eine Erhebung von INSA, über die die Bild am Sonntag berichtete, diesen Schluss nahe. Das Institut hatte Anfang April die Haltung der Bürger zu einer Erhöhung der Steuern auf Tabak und Alkohol abgefragt. Dabei kam heraus, dass 51 Prozent höhere Abgaben befürworteten, während 43 Prozent diese ablehnten.

Umgekehrt jedoch macht Hoffnung, dass über 40 Prozent der Befragten in Steuererhöhungen selbst keine Lösung für die akuten Probleme sehen. Dass allerdings in derselben Umfrage eine Mehrheit von 49 Prozent die Einführung einer sozialistischen Einheitsversicherung im Gesundheitsbereich befürwortet, die von lediglich 37 Prozent abgelehnt wird, zerstreut die kurz aufkeimende Hoffnung auf Besserung.

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