Wodurch unterscheiden sich Privat- von Staatsbankrotteuren? Ganz einfach, wer privat einen Bankrott fabriziert, muss dafür geradestehen, doch bei einem Staatsbankrott haften nicht die verantwortlichen Politiker, sondern die Bürger.
Jetzt warnen die sogenannten Wirtschaftsweisen, dass bei Fortschreibung der aktuellen Rechtssituation im Jahr 2040 Sozialbeiträge von fast 50 Prozent drohen. Da sind die Steuern nicht einberechnet, sondern es meint allein Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung. Bis zum Jahr 2030 soll der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz von 42,3 Prozent auf 45,4 Prozent Prozent springen. Zudem reduzieren die Wirtschaftsweisen ihre Prognose des Wirtschaftswachstums von 0,9 auf 0,5 Prozent. Es musste allerdings kein Prophet vom Berge Sinai herabsteigen, um uns zu sagen, dass die sogenannten Wirtschaftsweisen die Werte, die sie aus ihrem Blick in die Glaskugel gewannen, noch einmal reduzieren werden. Und auch diese 0,5 Prozent werden am Ende des Jahres wohl nicht stehen bleiben. Natürlich trieb die Prognosen die Hoffnung, dass die Riesenverschuldung für die Sonderschulden auch einen wirtschaftlichen Effekt bringen müssten, so beim Straßen- und Schienenbau oder in der Rüstungsindustrie. Doch während ersteres Investition ist, ist zweiteres Konsumtion. Man kann eigentlich noch von Glück reden, wenn das Wirtschaftswachstums am Ende bei 0,0 bis 0,2 Prozent steht.
Auch muss kein Prophet vom Berge Sinai herabsteigen, um uns zu sagen, dass Deutschland in einer strukturellen Wirtschaftskrise nicht nur steckt, sondern die strukturelle Wirtschaftskrise sich ausweitet, und dass die Insolvenzen sich zu einer strukturellen Insolvenz verdichten, was bedeutet, dass erfolgreiche Insolvenzen, die zu Neustrukturierung und Neustart des Unternehmens führen, immer weniger werden. Auch die Inflation steigt aufgrund der explodierenden Energiekrise.
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