Schwarzer Tag für den Automobilkonzern Stellantis, dem Mutterkonzern von Marken wie Fiat, Chrysler und Opel. Am Freitag exekutierte das Unternehmen angesichts katastrophaler Geschäftsergebnisse seine E-Auto-Strategie und meldete Abschreibungen in Höhe von 22 Milliarden Euro, die sich allein während der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres kumulierten. Bilanztechnisch bedeutet dies für den zweitgrößten Automobilanbieter auf dem europäischen Markt einen Verlust von 19 bis 21 Milliarden Euro für diesen Zeitraum.
Erste Leidtragende dieses wirtschaftlichen Desasters sind die Aktionäre: Die Dividende für das laufende Jahr wurde unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen gestrichen. Und auch in den kommenden Jahren ist nicht damit zu rechnen, dass sich das Geschäft schnell erholen wird. Die Aktie verlor im Tagesverlauf bis zu 25 Prozent ihres Wertes und riss den gesamten Sektor in die Tiefe.
Als Beleg für den strategischen Wandel der Firma wurde die Beteiligung an einem kanadischen Batteriewerk für symbolische 100 Dollar abgeschlossen – ein Projekt, das einst eine Milliardensumme verschlungen hatte. In den USA wird der reine Elektro-Pickup RAM 1500 REV vollständig aus dem Angebot genommen. Das Unternehmen kehrt zu klassischen Verbrennern und Hybridmodellen zurück. Gleiches gilt für eine Verzögerung der Elektropläne bei Alfa Romeo sowie für eine generelle Reduzierung des Engagements bei vollelektrischen Klein- und Mittelklassemodellen.
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