Stahlbranche soll durch höhere Zölle vor Konkurrenz geschützt werden

vor 3 Monaten

Stahlbranche soll durch höhere Zölle vor Konkurrenz geschützt werden
Bildquelle: Tichys Einblick

Manchem dürfte der mediale Aufschrei des 2. April 2025 noch nachklingen. Es war der Tag, an dem US-Präsident Donald Trump im Rose Garden des Weißen Hauses seinen „Liberation Day“ zelebrierte und eine breit angelegte Zolloffensive vorstellte. Eine Politik mit schwerwiegenden Folgen und gleichzeitig die paradigmatische Rückkehr zu der Linie der Präsidenten Alexander Hamilton und William McKinley, die in prohibitiven Zöllen eine Art Gewächshaus zur Aufzucht eigener Industriestrukturen sahen.

Ein Jahr ist seither vergangen. Die USA haben diese Zeit genutzt, einen regelmäßigen Zustrom an Zolleinnahmen zu generieren, gleichzeitig die Steuern zu senken und ihre Energiewirtschaft zu deregulieren. Die Zeichen stehen auf Wachstum. Für die Europäische Union war es ein weiteres verlorenes Jahr, in dem sich vor allem die Grundstoffindustrie und die Industrieproduktion immer tiefer in die Rezession hineingeschraubt haben.

Das Lamento der europäischen Industrie über die massiven Wettbewerbsnachteile gegenüber der asiatischen Konkurrenz und den Betrieben aus den USA hat einen nachvollziehbaren Hintergrund: die selbstverschuldete Energiekrise, die sich mit der destruktiven Klimapolitik der EU zu einem Katastrophenszenario für energieintensive Unternehmen amalgamierte und Investitionen in den Produktionsstandort Europa nahezu unmöglich macht.

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