Die deutschen Staatsschulden wachsen ungebremst weiter an – vor allem auf Bundesebene. Hintergrund sind insbesondere die Sondervermögen. Das Ausmaß dieser Entwicklung hat das Statistische Bundesamt nun beziffert. Demnach standen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen einschließlich aller Extrahaushalte Ende des ersten Quartals 2026 mit insgesamt 2.726,5 Milliarden Euro in der Kreide.
Gegenüber dem vierten Quartal 2025 stieg die Gesamtverschuldung damit um 64,9 Milliarden Euro beziehungsweise 2,4 Prozent. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet entspricht dies einem annualisierten Anstieg von rund zehn Prozent.
Unter anderem bauten die Länder ihre Verschuldung weiter aus. Ende März belief sich ihr Schuldenstand auf 642,2 Milliarden Euro – das sind 17,6 Milliarden Euro mehr als Ende 2025 und entspricht einem Anstieg von 2,8 Prozent. Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichnete Sachsen-Anhalt mit einem Plus von 10,2 Prozent, gefolgt von Niedersachsen mit 6,4 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 4,6 Prozent.
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