„Deutschlands Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf – dank zielgerichteter Politik und solider Reformen“, behauptet die CDU unter anderem auf ihrer Facebook-Seite. „2026 wird das Jahr des Aufschwungs!“, sekundiert die Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp. Dabei basiert selbst der marginale Aufschwung, den die Bundesregierung für dieses Jahr erwartet, ausschließlich auf Kalendereffekten und erhöhten Staatsausgaben. Diese bauschen das BIP künstlich auf.
Das Jahr 2026 weist mehr Werktage auf als das Vorjahr – und von dem günstigeren Kalender profitiert die Wirtschaft. Rechnerisch erhöht sich damit die Wirtschaftsleistung. Ohne diese positiven Kalendereffekte würde die Prognose deutlich niedriger ausfallen. KfW Research beziffert den Einfluss der Kalendereffekte auf rund 0,3 Prozentpunkte. Auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) teilt diese Einschätzung.
Auch die umfangreichen Staatsausgaben, die in erster Linie auf das Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung zurückzuführen sind, lassen das BIP in den nächsten Jahren anschwellen: „Der kumulative Effekt zusätzlicher Staatsausgaben für Verteidigung und Infrastruktur wird bis 2028 voraussichtlich 1,3 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitragen“, erklärte Bundesbankpräsident Joachim Nagel in einer Stellungnahme. Aus der Prognose des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) geht sogar hervor, dass allein in diesem Jahr 0,7 Prozentpunkte auf den „erhöhten fiskalischen Impuls“ zurückzuführen sind.
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