Die Wahrheit an der Zapfsäule ist brutal einfach. Während Millionen Autofahrer unter den explodierenden Preisen für Benzin und Diesel ächzen, klingeln beim Staat die Kassen. Allein im März 2026 zahlten die Deutschen laut Berechnungen des RWI 500 Millionen Euro zusätzlich an Kraftstoffsteuern. Das ist der eigentliche Skandal dieser Krise. Der Staat leidet nicht mit. Er verdient mit – und zwar kräftig.
RWI-Forscher Manuel Frondel bringt den Kern auf den Punkt. Der Staat sei der eigentliche Nutznießer der hohen Kraftstoffpreise. Am 4. April lag der Dieselpreis bei bis zu 2,45 Euro pro Liter. Gegenüber der Zeit vor dem Iran-Konflikt im Februar entspricht das allein beim Diesel zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen von rund 12 Cent pro Liter. Bei einem täglichen Verbrauch von rund 100 Millionen Litern summiert sich das auf 12 Millionen Euro pro Tag oder 360 Millionen Euro pro Monat.
Hinzu kommen beim Benzin weitere 130 Millionen Euro pro Monat. So sieht die Wahrheit hinter der Krisenrhetorik aus: Der Bürger zahlt, der Staat kassiert kräftig ab.
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