Der Spiegel zieht Bärbel Bas den Hosenanzug stramm

vor etwa 2 Monaten

Der Spiegel zieht Bärbel Bas den Hosenanzug stramm
Bildquelle: Tichys Einblick

Alexander Neubacher braucht in seiner Spiegel-Kolumne nur wenige Zeilen, um Bärbel Bas politisch vollständig zu erledigen. Ein kurzer, harter Text, bei dem einem die Ohren schlackern und die Wände wackeln. Die SPD-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin, heißt es aus ihrem Ministerium, komme spät, gehe früh und lese statt Akten lieber Zusammenfassungen in Schriftgröße 16 auf maximal zwei Blatt. Im ersten Absatz. Die komplette Vernichtung. Danach ist eigentlich alles weitere gesagt. Der Rest ist nur noch die amtliche Ausführung einer Pointe, die für eine Person in der Position einer Arbeitsministerin politisch tödlich ist.

Dabei kommt Bas auf ihrer kurzen Zeit im Amt bereits auf eine erstaunlich lange Kilometerzahl an Aussagen, für die sie entlassen oder aus dem Amt gejagt hätte werden müssen. Auf dem Juso-Kongress erzählte sie von ihrem Besuch beim Arbeitgebertag und erklärte, dort sei ihr klar geworden, „gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen“. Die Arbeitsministerin der Bundesrepublik, die Arbeitgeber politisch zum Gegner markiert: also jene, die Betriebe führen, Löhne zahlen, Sozialbeiträge abführen und den ganzen Umverteilungsapparat finanzieren, aus dem die SPD ihre Moral schöpft. Rainer Dulger nannte das einen beispiellosen Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber. Bas führt ihr Amt mit Klassenkampf-Mindset und -Vokabular.

Dazu passt ihr beispiellos dummes Gerede über „Männer in Maßanzügen“. Bas spricht über Wirtschaft, als seien Arbeitgeber störende Figuren in einem sozialistischen Planspiel. Dabei hängen Arbeitsplätze, Löhne, Investitionen und Steuereinnahmen nicht an Funktionärsreden, sondern an Unternehmen, die im wirklichen Leben Risiken tragen.

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