Zwei Arten von Mitarbeitern kennen die Gewerkschaften des DGB: Die Jungen, die noch nach Macht und gut bezahlten Posten in den Parlamenten, Ministerien und der Verwaltung streben. Und die Alten, die eben dort gescheitert sind und die auf die gut bezahlten Posten des Deutschen Gewerkschaftsbundes entsorgt werden. Zum Beispiel die Vorsitzende selbst, Yasmin Fahimi. DGB – das G steht für gescheitert.
Abklingbecken für gescheiterte Politiker und Schmiede für Parteisoldaten ist nur eine Funktion, die der DGB für die SPD – und auch für Linke und Grünen – erfüllt. Die Gewerkschaften springen der Partei zudem öffentlich bei, wenn das sonst keiner mehr tut. So kündigte Fahimi Proteste gegen die von der CDU durchgesetzte Alibi-Verschärfung des Bürgergelds an. Doch da die Facharbeiter der IG Metall kein Interesse daran haben, zu arbeiten und zu demonstrieren für die, die nicht arbeiten, gehen halt die Funktionäre des DGB auf die Straße.
Gnadenhof für ausrangierte SPD-Politikerinnen. Ein Fußheer von Parteisoldaten. Das alles will bezahlt werden, was dem DGB und seinen Gewerkschaften zunehmend schwer fällt. Denn ihnen laufen die Mitglieder weg. 2004 waren es laut statista.de noch über 7 Millionen Mitglieder – zehn Jahre später nur noch 6,3 Millionen Mittlerweile sind es noch 5,6 Millionen Mitglieder.
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