Was sich in dieser Woche an Bord eines Flugs der spanischen Fluglinie Vueling von Valencia nach Paris abspielte, ist ein alarmierendes Zeichen des immer stärker voranschreitenden und offenen Judenhasses innerhalb der westlichen Gesellschaften. “Nie wieder”, dieser billige und offenbar nie ernst gemeinte Slogan linker Gutmenschen, ist einem dafür um so ernster und bedrohlicherem “Jetzt wieder” gewichen. Während sich die Zahl der offenen Angriffe auf jüdische Bürger in westeuropäischen Ländern, zuvorderst auch in Spanien in seiner antisemitischen Tradition, häufen, bildet der jüngste Vorfall den bisherigen Höhepunkt in der Eskalationsspirale gegen jüdische Bürger.
Eine größere Gruppe von über 50 jüdischen Jugendlichen aus Frankreich, Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, wurde am 23. Juli von der spanischen Billigfluglinie Vueling kurzerhand aus dem Flugzeug geworfen. Die Fluglinie begründet den Vorfall damit, dass sie vor dem Abflug hebräische Lieder gesungen hätten. Laut Zeugenaussagen forderte die Crew sie auf, das Singen einzustellen, religiöse Symbole zu entfernen und still zu sein. Man forderte sie also deutlich auf, ihre jüdische Identität zu verbergen. Die Welt berichtet, „ferner habe die Besatzung die Gruppe provoziert und Israel als Terrorstaat bezeichnet“.
Die französischen Jugendlichen waren auf dem Rückweg aus einem Ferienlager. Begleitet wurden sie von Betreuern, darunter eine 21-jährige Camp-Leiterin, die Berichten zufolge nicht nur vom Flugpersonal angeschrien, sondern nach einem hitzigen Wortwechsel von der spanischen Polizei brutal auf den Boden geworfen, gefesselt und dann in Handschellen abgeführt wurde. Die Kinder mussten all das mitansehen und wurden wie Störenfriede behandelt. Dabei waren sie die Opfer.
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