Sozialverbände: Alarm als Geschäftsmodell

vor mehr als 1 Jahr

Sozialverbände: Alarm als Geschäftsmodell
Bildquelle: Tichys Einblick

Nirgendwo wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen und Geburtstagen. Zum Lügen im Sinne dieser gesellschaftlichen Gepflogenheit gehört auch das systematische Weglassen unangenehmer Wahrheiten.

Vor ein paar Tagen hat Deutschlands größter Sozialverband, der VdK, sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Für den sozialdemokratischen Bundeskanzler Olaf Scholz war der Festakt in Berlin ein Pflichttermin – es ist ja Wahlkampf. Auch der grüne Parteivorsitzende Felix Banaszak saß in der ersten Reihe. Union und FDP dagegen schickten nur B- und C-Personal. Aus gutem Grund:

Für sie ist beim VdK nichts zu gewinnen.

Man tut dem Verband sicher kein allzu großes Unrecht, wenn man ihn im weiteren Sinne als SPD-Vorfeldorganisation bezeichnet. Jedenfalls stellt er Forderungen, die aus dem roten Parteiprogramm abgeschrieben sein könnten:

Dabei hat der VdK eine anerkennenswerte Geschichte: Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten sich Selbsthilfegruppen, um die vielen Kriegsversehrten, Witwen und Waisen gegenüber den Behörden zu vertreten. Daraus entstand der VdK: der Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands.

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