Anfang der 1830er Jahre hatte man in Großbritannien ein Problem: Tee aus China war in der britischen Gesellschaft immer beliebter geworden. Schiff für Schiff brachte das Konsumgut aus Kanton, dem einzigen Hafen, der Europäern für Handel mit dem chinesischen Kaiserreich offen war, nach London. Bezahlen ließen sich die Chinesen mit Silber – damals noch global anerkanntes Zahlungsmittel. Die Abflüsse stiegen und stiegen, weshalb man sich in London Gedanken über ein alternatives Zahlungsmittel machte. Das in den indischen Kolonien angebaute Opium bot sich an. Nachdem immer mehr Chinesen, insbesondere in der Beamtenschicht abhängig geworden waren, verbot der Kaiser in Peking die Importe – woraufhin die Briten Peking den Krieg erklärten.
Während in der westlichen Hemisphäre Weihnachten gefeiert wurde, sind in China eigenartige Dinge passiert. Der Silberpreis explodierte und stieg um fast zehn Prozent. In Shanghai wurden zeitweise 10 US-Dollar mehr für die Unze Silber bezahlt als in London und New York. China horte Silber und zerstöre das „Bankenkartell in London und New York“, konnte man auf der Plattform X lesen.
Die Silber-Rally lässt derzeit viele Bitcoin- und Tech-Investoren neidisch werden. Auf Jahresbasis hat sich der Kurs fast verdreifacht. Aktuell wird die Unze Silber für fast 80 US-Dollar gehandelt. 28 US-Dollar waren es im Dezember.
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