Am 25. Oktober 2025 bestaunten rund 30000 die Sprengung von 56000 Stahlbeton. An dem Tag wurden die beiden 160 Meter hohen Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerks Gundremmingen in Bayern spektakulär gesprengt. Der Bayerische Rundfunk übertrug das Spektakel live im Fernsehen. Damit war das Ende einer Ära auch öffentlichkeitswirksam und ikonisch besiegelt. Worüber die Zuschauer im Fernsehen eher wenig erfuhren: Im Rest der Welt boomt die Kernenergie wie nie zuvor. Anders nämlich kann man es nicht nennen.
Derzeit befinden sich nämlich 70 Reaktoren im Bau. Die mit Abstand am meisten in China: Dort werden aktuell 29 gebaut. Es folgen mit Abstand Indien, Pakistan, die Türkei. In den USA setzt man stark auf eine neue Generation, sogenannte SMRs (Small Modular Reactors).
Investitionen kommen deswegen auch von Big Tech: Amazon hat kürzlich eine halbe Milliarde in ein Datenzentrum direkt neben einem Atomkraftwerk investiert. Microsoft und Google schauen sich gerade Partnerschaften mit Nuklearfirmen genauer an. Mehr Strom ist dringend notwendig, wenn die USA das KI-Wettrennen mit China für sich entscheiden wollen. Zwar gelten die USA bei modernen Chips führend. China aber erzeugt derzeit mit 10400 Terawatt-Stunden mehr als doppelt so viel Strom wie die USA.
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