Schulen in Hannover rufen ihre Schüler zum „Sternmarsch für Demokratie“ auf. Das Wilhelm-Raabe-Gymnasium sieht den Anlass dazu nicht nur „in den Wahlergebnissen einer rechtsextremistischen Partei“, sondern auch in der „zunehmenden Sichtbarkeit intoleranter Positionen“. Aber es gibt auch Kritik: Gegenüber NIUS meldet sich die Mutter einer betroffenen Schülerin zu Wort.
Auf dem Opernplatz in der Hannoveraner Innenstadt sollen sich Mitte Juni Schüler verschiedener lokaler Gymnasien zusammenfinden, um gemeinsam „für unsere Zukunft“ und „für Demokratie“ zu demonstrieren. Dort soll es ein „Grußwort des Oberbürgermeisters, Beiträge von Schüler*innen, Musik und kulturelle Beiträge, Informationsstände verschiedener Organisationen und ein Podiumsgespräch mit Kandidat*innen bzw. Vertreter*innen demokratischer Parteien“ geben.
Welche Vertreter das genau sein werden, ließen die Stadt und das niedersächsische Kultusministerium in einer Anfrage bisher offen. Anhand des Aufrufs des Wilhelm-Raabe-Gymnasiums lässt sich allerdings schon erahnen, welche Partei nicht vor Ort sein wird: In dem Schreiben des Schulleiters Matthias Brautlecht heißt es nämlich, Anlässe für die Veranstaltung „liegen nicht nur in den Wahlergebnissen und der öffentlichen Präsenz einer rechtsextremistischen Partei, sondern auch in der zunehmenden Sichtbarkeit intoleranter Positionen in gesellschaftlichen Debatten“. Den „weltweiten Rechtsruck“ würden Politikwissenschaftler wesentlich als „Rebellion gegen sog. ‚Bildungseliten‘“ deuten, so der Text. Umso mehr seien Universitäten und Schulen davon betroffen.
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