Kanzler Friedrich Merz baut seine Regierungsmannschaft weiter massiv um. Im CDU-Präsidium stellte der CDU-Vorsitzende am Montag seine Pläne vor. Demnach wird nach NIUS-Informationen die Mittelstandschefin Gitta Connemann als Staatssekretärin aus dem Wirtschaftsministerium auf die frei gewordene Stelle von Philipp Amthor ins Ministerium für Staatsmodernisierung wechseln und MIT-Chefin bleiben.
Den Staatssekretärsposten im Wirtschaftsministerium wird Johannes Steininger, CDU-Generalsekretär in Rheinland-Pfalz übernehmen als eine Art kleine Wiedergutmachung für den Umgang mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Dessen Bruder, Rheinland-Pfalz-Ministerpräsident Gordon Schnieder machte sich im Präsidium denn auch heftig Luft und attackierte Merz direkt, berichten Teilnehmer. „Stil, Ton und Umgang“ mit Patrick Schnieder seinen „völlig inakzeptabel und unterirdisch“ gewesen, wetterte der Regierungschef, der bislang stets den Schulterschluss zum Kanzler gewahrt hatte. Die Stimmung an der Parteibasis sei „ebenfalls unterirdisch“.
Die Leute fragten sich, was da in Berlin los sei. Merz habe das eher still zur Kenntnis genommen. Auch sonst herrscht in der Union eher dicke Luft. Die aus Sachsen stammende Staatsministerin im Kanzleramt für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, soll demnach abgelöst werden. Die Nachfolge steht noch nicht fest. Der Kanzler wolle „mehr Glanz“ auf diesem Posten, hieß es, was wiederum den sächsischen Landesverband fuchst, weil man offenbar nicht „glanzvoll“ genug sei. Angeblich hatte Merz eine Fußballerin angefragt, die aber inzwischen ebenfalls absagte. Um wen genau es sich gehandelt haben könnte, ist nicht bekannt.
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