Renten: Die falsche Front

vor 8 Monaten

Renten: Die falsche Front
Bildquelle: Tichys Einblick

In dem Stellvertreterkrieg, der zur Zeit zwischen den Nachwuchskräften der beiden immer noch so genannten Volksparteien tobt, haben die einen den anderen Etikettenschwindel vorgeworfen. Statt um Jung gegen Alt, wie die Union das behauptet, gehe es um Arm gegen Reich, behaupten die Jusos. Was immer man davon halten mag – die Streithähne haben vergessen, dass es noch eine dritte Front gibt, die zwischen Kinderreich und Kinderarm. Und dass die Entscheidung, ob Deutschland Aussicht auf eine gedeihliche Zukunft hat, an dieser Front fallen wird – sofern sie denn nicht schon gefallen ist.

Dazu ein kurzer Rückblick in die Zeit, zu der die deutsche Sozialindustrie in Gang gekommen war.

Die große Rentenreform von 1957 war mit einem Systemwechsel verbunden. Seither werden die laufenden Ausgaben nicht länger aus Rücklagen bestritten, sondern aus dem Beitrags-Aufkommen der laufenden Periode. Wilfrid Schreiber, der Erfinder des Umlageverfahrens, hatte allerdings nicht vergessen, dass es im Leben eines jeden Menschen nicht nur eine, sondern zwei Phasen gibt, in denen er auf Zuwendung und Hilfe angewiesen ist, die frühe Jugend und das hohe Alter; und deshalb neben der Rentenkasse eine Familienkasse vorgesehen.

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