Die Junge Union äußert laut einem Medienbericht scharfe Kritik am Sondierungsergebnis zwischen CDU, CSU und SPD und fordert Nachbesserungen. In einem dem Spiegel vorliegenden Papier verlangt die JU, dass die Einigungen in mindestens zwei Punkten überarbeitet werden.
Besonders kritisch sieht die Unions-Jugend die geplante Mütterrente – ein CSU-Projekt. „Die Mütterrente sei jeder Person gegönnt, ist aber finanzpolitisch ein fatales Signal“, heißt es in dem Papier. Zudem müsse der Nachhaltigkeitsfaktor bei der Rente „zwingend beibehalten werden“, um bei der Rentenanpassung weiterhin das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern zu berücksichtigen. „Demografie ist die Mutter aller Probleme in Deutschland“, warnt die JU.
Auch bei der Verteidigungspolitik fordert die Junge Union eine andere Finanzierungsstrategie – und mehr Ehrlichkeit. „Bitte seid ehrlich zu uns: Die Wehrpflicht wird kommen müssen und sie ist angesichts der Herausforderungen für unsere Verteidigung auch notwendig“, heißt es weiter. Um die finanzielle Belastung gerechter zu verteilen, schlägt die JU einen „fairen Lastenausgleich“ vor, unter anderem in Form einer „Verteidigungsumlage“.
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