Die Randalierer in Belfast haben Presse und Politik zuverlässig die Bilder geliefert, die sie brauchten: Weinende afrikanische Krankenschwestern, verletzte dunkelhäutige Männer, demolierte und ausgebrannte indische und afrikanische Lebensmittelläden. Auch ethnische Iren beklagen die Zerstörung ihres Eigentums.
Ausschreitungen und Gewalt gegen Unschuldige sind inakzeptabel. Immer und unter allen Umständen.
Ebenso inakzeptabel ist es, wenn Politik und Medien die zahlreichen friedlichen Proteste ignorieren, die es ebenfalls im gesamten Vereinigten Königreich gibt, und die Gewalt zum Anlass nehmen, um die Missstände zu leugnen, die den Unruhen zugrunde liegen. Dass Medien und Politik in dieser Form zusammenarbeiten würden, war bereits vorherzusehen, kurz nachdem bekannt wurde, dass ein Sudanese versucht hatte, einem Mann auf offener Straße die Kehle durchzuschneiden.
Als ein Video, das die Tat und den Phänotyp des Täters zweifelsfrei belegt, in den sozialen Medien publik wurde, warnten Polizei und Lokalpolitiker umgehend davor, die Aufnahmen auch nur anzuschauen, geschweige denn zu teilen. Ein schlecht verhüllter Aufruf zur Selbstzensur des Bürgers: Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen. Wenn es Ordnungshütern und Politikern gelingt, das Problem zu verdrängen, dann muss sich das Volk eben ein bisschen bemühen, um es ihnen gleichzutun.
Diese Haltung bildet die Grundlage des Narrativs, das daraufhin gesponnen wurde, und das nun mit der lügnerischen „Berichterstattung“ des ZDF in den deutschen Medien seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden hat: Wenn es zu Aufruhr und Unruhen kommt, dann ist dafür nicht etwa ein bestialischer Angriff verantwortlich, der freilich ein bedauerlicher Einzelfall ist. Nein, schuld sind die sozialen Medien, rechtsradikale Aufwiegler und natürlich der Tech-Magnat Elon Musk, der sich die ewige Feindschaft linker Meinungsmacher erworben hat, indem er X als Ort der Meinungsfreiheit erhalten hat, wo Zensur nur in vergleichsweise engen Grenzen erfolgt.
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