Einbürgerung per Stellvertreter: Polizei deckt Betrug mit Deutschtests in Nürnberg auf

vor 5 Monaten

Einbürgerung per Stellvertreter: Polizei deckt Betrug mit Deutschtests in Nürnberg auf
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Blick nach Spanien wirkt derzeit wie ein Brennglas: Dort hat Regierungschef Sánchez die Legalisierung von 500.000 illegalen Einwanderern politisch beschlossen. Doch wer daraus eine fremde Ausnahme macht, übersieht das Naheliegende. Auch in Deutschland hat sich die Schwelle zur Staatsbürgerschaft längst in den Bereich Beliebigkeit und passend zum bevorstehenden Karneval „verteilen wie Kamelle“ verschoben. Ohne großes Dekret, sondern über Routine, Verfahren und einen dysfunktionalen Apparat, der Nachweise verwaltet, statt sie verlässlich zu verifizieren.

Dabei wurde allen als „rechts“ diffamierten Kritikern 2015 entgegengehalten, dass Flüchtlinge nach beendetem Krieg doch alle wieder zurück nach Hause gehen werden. Stattdessen kann man ihnen 2025/ 2026 von Woche zu Woche dabei zusehen, wie sie in Aufmärschen aus tausenden Personen auf den Straßen deutscher Innenstädte dem syrischen Regierungschef und IS-Schlächter Al Jolani zujubeln – nun vermutlich mit einem deutschen Pass in der Innentasche.

Der aktuellste Fall Nürnberg ist in diesem Sinn kein Kuriosum, sondern ein Hinweis auf ein strukturelles Problem. Wenn Stellvertreter Prüfungen ablegen können und am Ende amtlich echte Zertifikate im Namen der falschen Person entstehen, dann wird das System nicht nur hintergangen, es wird von innen her entwertet. Entscheidend ist weniger die Dreistigkeit der Täter als die Frage, ob der Staat noch die Mittel und den Willen hat, zwischen Dokument und Wirklichkeit zu unterscheiden.

In Nürnberg hat die Polizei eine Betrugsmasche bei Deutsch- und Einbürgerungstests aufgedeckt, die den Nachweis von Sprache und Integration als reines Dienstleistungsgeschäft offenbart. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken soll ein Vermittler gut Deutsch sprechende Prüflinge organisiert haben.

Diese Personen gingen dann in Prüfungen, nicht für sich selbst, sondern als Stellvertreter für Migranten, die eine Aufenthaltserlaubnis oder die Einbürgerung anstreben. Bezahlt wurde dafür zwischen 2.500 und 6.000 Euro pro Prüfung. Wer zahlt, bekommt am Ende ein Dokument, das bei Behörden als Integrationsnachweis zählt.

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