Politik als Kunst, die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis zu nehmen

vor mehr als 1 Jahr

Politik als Kunst, die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis zu nehmen
Bildquelle: Tichys Einblick

Der damalige Bundespräsident Joachim Gauck warnte 2015 angesichts der Flüchtlingskrise vor einem „Dunkeldeutschland“ von Hass und Hetze. 10 Jahre später könnte er Recht bekommen.

In Deutschland könnten die Lichter ausgehen. Ein Land komplett im Dunkel? Nicht mehr völlig unwahrscheinlich. Jetzt tritt ein, wovor Fachleute auch auf TE warnen und immer wieder warnen: Strom und Wind sind nicht nur teure Stromquellen, sondern leider auch ziemlich unzuverlässige. Importe aus den Nachbarländern werden nicht unbegrenzt fließen.

Nein, nichts Neues an dieser Nachricht. Aber aus Düsseldorf, dem früheren Energieland Nordrhein Westfalen, erreicht die Menschen die Meldung der dortigen grünen „Klimaministerin“ Mona Neubaur: „Wir liegen klar auf Kurs beim Ausbau der #Windenergie – alle Zahlen belegen, dass Land und Bund die Fesseln für günstige, zuverlässige und klimafreundliche Energie wirksam gelöst haben.“ Das erklärt diese „Energiepolitikerin“ ausgerechnet in einer Woche, in der sich kaum in Windrad dreht. Der Schaden tritt weder zufällig ein, noch unerwartet. Vermutlich ist er politisch gewollt.

95 Prozent der Stromversorgung werden importiert oder aus den letzten noch erlaubten Kohlekraftwerken herausgepresst – was den CO2-Ausstoß, der doch angeblich gesenkt werden soll, um die Welt vor dem Klimatod zu retten, in Rekordhöhen treibt. Wegen Stromnotstand stellt das Stahlwerk Riesa die Produktion ein – dort wird übrigens Elektrostahl hergestellt, das ist jener Stahl, der mit Hilfe von Strom geschmolzen wird. Es ist ein kleines Werk. Aber auch die großen Stahlwerke an Rhein und Saar sollen auf Strom, selbstverständlich „grünen“ umgestellt werden. Nur dumm, dass es den nicht gibt. Die viel gepriesene Wasserstoff-Strategie des Bundeswirtschaftsministers und der Ampel, die das Problem lösen soll: funktioniert nicht. Ach, was: Sie kann nicht funktionieren, weil sie auf grünen Annahmen beruht, die mit den Gesetzen von Physik und Wirtschaftlichkeit nichts zu tun haben.

Und da feiert sich Mona Neubaur für ihr politisches Totalversagen, während am gleichen Tag deutlich wird, dass auch das Ende des Braunkohletagebaus verschoben werden muss – die Ersatz-Gaskraftwerke gibt es nicht, das Gas auch nicht. Im übrigen ist auch Gas eine fossile Energiequelle aus dem fernen Russland, Katar oder USA, die nur eine andere, heimisch fossile Energiequelle ersetzt. Realität und Wunschtraum klaffen immer weiter auseinander.

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