Die zentrale Veranstaltung der bundesweiten Themenwoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ an der Humboldt-Universität zu Berlin ist in einen offenen Mobilisierungsaufruf gegen den AfD-Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt gemündet. Im Rahmen des prominent besetzten Podiumsgesprächs zur „Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten faschistischer Gefahr“ verabredeten sich am Mittwoch Hunderte Studenten und mehrere Professoren zu den Protesten und illegalen Blockadeaktionen gegen den Parteitag der AfD, die vom Antifa-Bündnis „Widersetzen“ organisiert werden.
Eine Vertreterin der Initiative „Studis gegen Rechts Berlin“ hatte zuvor das Publikum gefragt: „Seid ihr bereit, am 4. Juli mit nach Erfurt zu fahren und euch zu widersetzen? Dann hebt jetzt gerne einmal die Hand.“ Während im Saal kollektiv die Hände nach oben gingen und lautstarker Applaus aufbrandete, signalisierten auch die Wissenschaftler auf dem Podium ihre Bereitschaft, sich an den Protesten gegen die AfD zu beteiligen.
Die Veranstaltung fand am Mittwochabend in der Humboldt-Universität zu Berlin statt und wurde als bundesweiter Höhepunkt der antifaschistischen Aktionswoche angekündigt, die zwischen dem 1. und 7. Juni bundesweit an mehr als 70 Hochschulen mit über 240 Veranstaltungen abgehalten wurde.
Unter dem Titel „Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten faschistischer Gefahr“ diskutierten die Sozialphilosophin Rahel Jaeggi, die Migrationsforscherin Naika Foroutan sowie der Jurist und Gründer des Verfassungsblogs, Maximilian Steinbeis, über die Rolle von Wissenschaft und Hochschulen im Widerstand gegen eine in Gesellschaft und Politik ausgemachte rechtsautoritäre Wende.
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