Parteitage sind Parteitage sind Parteitage sind Parteitage … Sie sind Rituale, die nicht eines gewissen Gähnfaktors entbehren. Es ist alles dort Gesagte schon x-mal bei anderer Gelegenheit und von allen möglichen Parteigetreuen gesagt. Zum Beispiel von den Alt-Parteien in Endlosschleife das Beschwören der „Brandmauer“, die angesichts von voraussichtlich mehr als 20 Prozent Wählerstimmen für die „Schwefelpartei“ gelegentlich wie eine Art Brett vor dem Hirn anmutet.
Auf der Spurensuche nach Überraschungen wird man indes beim ziemlich „Kleinen Parteitag“ der CSU vom 8. Februar in der Söder-Metropole Nürnberg doch etwas fündig. Ja, klein ging es schon zu, es kamen 200 Delegierte und 200 Gäste. Das Ganze dauerte drei Stunden, wovon die Reden von CSU-Chef Markus Söder 70 Minuten, von CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz 40 Minuten und von CSU-Gruppenchef Alexander Dobrindt 20 Minuten in Anspruch nahmen.
Dazwischen hatte man noch einen 10-Minuten-Talk mit fünf Gästen gequetscht. Der Rest gehörte Videoeinspielungen und verbindenden Worten des CSU-„Generals“ Martin Huber. Das waren Brutto-Angaben, also inklusive (Pflicht-)Beifall. Eine Heerschau schaut jedenfalls anders aus.
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