Panorama einer durchgedrehten Republik

vor 9 Monaten

Panorama einer durchgedrehten Republik
Bildquelle: Tichys Einblick

Schaut man sich die politischen und gesellschaftlichen Debatten unserer Zeit an, könnte man mitunter meinen, alle wären verrückt geworden. Überall Nazis, überall Rassismus. Die echten Probleme hingegen dürfen nicht angesprochen werden. Wer das tut, ist – wenig kreativ: „rechts“.

In Der Gleichheitswahn bietet Anna-Maria Scherer einen Parforce-Ritt durch die gängigen Irrungen und Wirrungen des bundesrepublikanischen Gemüts: den allgegenwärtigen Rassismus-Vorwurf, befeuert durch Critical Race Theory, den ethnischen Links-Identitarismus, der ironischerweise ausgerechnet nach rassistischen Mustern argumentiert, die Nazikeule, das Schönreden von Migration, die geschlechtsidentitären Auswüchse der LGBTQ-Community und den ausartenden, gerade Frauen benachteiligenden postmodernen Feminismus.

Was all diese Themen vereint: Sie bilden den Werkstoff für jene Bewegung, die wir in Ermangelung eines deutschen Wortes als „woke“ bezeichnen („erwacht“ ist im Hinblick auf Deutschland mittlerweile ein äußerst problematisches Attribut). In jedem einzelnen dieser Bereiche wird durchdekliniert, was „woke“ in den Köpfen verankern will: Die Menschen sollen dazu gezwungen werden, Ungleiches gleich zu behandeln, Unterschiede wegzuleugnen, und, eben in einem „Gleichheitswahn“, alles zu nivellieren.

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