OSZE-Bericht zum demografischen Niedergang: Ein „Weckruf“, der nicht ignoriert werden darf

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OSZE-Bericht zum demografischen Niedergang: Ein „Weckruf“, der nicht ignoriert werden darf
Bildquelle: Tichys Einblick

Eine der folgenreichsten und dramatischsten Fehlinformationen, die, obwohl zu Genüge widerlegt, immer noch eine Grundlage für öffentliche Meinung und politisches Handeln bildet, ist der Mythos von der Überbevölkerung. Tief verankert und unhinterfragt ist das „Wissen“ darum, dass immer mehr Menschen den Planeten bevölkern, und dass diese Entwicklung in Armut, Kriege und Hungersnöte münde.

Der Mensch als Problem für sich selbst, das ist die altmodische Variante des Überbevölkerungstopos: Eine vordergründig menschenfreundliche Haltung, schließlich ist man um der Menschheit selbst willen davon überzeugt, dass weniger mehr bzw. besser sei.

Mit dem 21. Jahrhundert kam zunehmend eine andere Spielart dieser Idee auf: Prophetisch hatte der Film The Matrix 1999 dem bösen Agenten Smith die Worte in den Mund gelegt, dass der Mensch ein Virus sei, „eine Krankheit. Das Geschwür dieses Planeten.“ Was damals schockierend klang, wird heute mehr oder minder offen proklamiert: der Mensch als Schädling, vor dem man den Planeten respektive das Klima schützen müsse.

Doch gleich, ob aus Philanthropie oder Klimaschutz: Beiden Annahmen liegt ein Irrtum zugrunde, der sich unausrottbar in der allgemeinen Wahrnehmung festgesetzt hat. Anders als oft angenommen: Es gibt weder Bevölkerungsexplosion noch Überbevölkerung. Die Geburtenraten sinken, sie sinken dramatisch, oder stagnieren, wie etwa in vielen Ländern Europas, auf erschreckend niedrigem Niveau.

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