ÖRR und Talkshows: Milliarden Gebühren, Millionen Gagen, null Debatte

vor 5 Monaten

ÖRR und Talkshows: Milliarden Gebühren, Millionen Gagen, null Debatte
Bildquelle: Tichys Einblick

Wöchentlich sieben- bis neunmal – exklusive Sommer- und Winterpausen – versuchen die ARD- und ZDF-Talkshow-„Größen“ Markus Lanz, Sandra Maischberger, Maybrit Illner (jeweils ZDF) sowie Caren Miosga und Louis Klamroth (jeweils ARD) den deutschen Michel abendlich oder spätabendlich vor die Glotze zu holen. Die wenigsten deutschen Michels tun sich das an, per anno werden sie aber selbst in der Summe, unter anderem dafür, um rund 9 Milliarden Zwangsgebühren abgezockt. Davon wiederum streichen die Pseudodompteure dieser „Debattenformate“ per anno rund 2 Millionen Euro (Lanz, ZDF) oder auch „nur“ fast 600.000 Euro (Miosga, ARD) ein. Kosten für deren Produktionsfirmen und für den ARD-/ZDF-Stab nicht mitgerechnet.

Präsentiert bekommt der deutsche Michel dafür (hier das Jahr 2025) 139mal Lanz, 66mal Maischberger, 33mal Illner, 30mal Miosga und 20mal Klamroth. In der Summe sind das 289 Quasselrunden, die niemand braucht, fast niemand will und durch die mehr und mehr echte parlamentarische Debatten abgelöst wurden. TV-Quasselrunden als Parlamentsersatz, wo doch in den “hohen“ Häusern schon genug gequasselt wird! Dort allerdings zumeist vor leeren Rängen.

Braucht man das im ÖRR? Braucht man die immer gleichen Leute, die dort auftreten? Zum Beispiel im Jahr 2025 und 2024 30- bzw. 17mal jeweils als Spitzenreiter den via Satellit eingespielten USA-„Experten“ Elmar Theveßen (ZDF). Oder aus der Journalistenclique (jeweils 2025) 16mal den (Ex-)WELT-Mann Robin Alexander oder 15mal die SPIEGEL-(Ex-)Frau Melanie Amann. Oder aus der Politikerkaste Norbert Röttgen (CDU; 2025: 14 Auftritte) und Kevin Kühnert (SPD; 2024: 15, 2023: 18 Auftritte).

Man ist unter sich: 37 Prozent der „Gäste“ kommen aus der Journalistik, 36 Prozent aus der Politik. Der Begriff „politmedialer Komplex“ findet hier seine Realisierung. Die restlichen 27 Prozent sind „Wissenschaftler“, NGOler, Lobbyisten als echte oder vermeintliche „Experten“. Der Zwangsgebührenzahler, also der Arbeitgeber der Talker, auch der Bürger Normalo kommt de facto nicht vor. Sein Part ist der des „educandus“, des Unmündigen, der zu erziehen ist.

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