Neuer Öl-Gas-Markt stabilisiert sich mit höheren Preisen

vor 3 Monaten

Neuer Öl-Gas-Markt stabilisiert sich mit höheren Preisen
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Neuordnung des weltweiten Ölhandels kann man auf den Luftaufnahmen des Seeverkehrs sehen. Die Beobachter der Öl-, LNG- und Energiemärkte insgesamt registrieren eine Preisberuhigung auf höherem Niveau als vor dem Irankrieg. Für diesen Prozess braucht es keine weiteren militärischen Maßnahmen am Golf als die Durchsetzung der Blockade der Hormus-Straße. Die neue Struktur zeigt Kundigen die Vereinigten Staaten als neues Zentrum des Öl-Gas-Marktes. Die Bedeutung der arabischen Golfländer tritt in die zweite Reihe.

Maria Bartiromo wies gestern auf X auf ihr Interview mit President Trump auf Fox heute hin mit ihrer Frage: »Mr. President, Sie sprechen vom Krieg als „er war“ – „ist er vorbei?“ – und Trump antwortet: „Er ist vorbei.“«

Das IRGC-Regime blockierte die Straße von Hormus, damit Trump sie militärisch öffnen und dabei menschliche Opfer verursachen würde. Was dann die Propaganda des Regimes in die US-Medien transportierte gegen Trump. Der durchschaute die Falle und Teheran tappte in die eigene. Trump machte keinen Versuch, die Straße wieder zu öffnen. Sondern rief die Ölimportländer auf, das zusammen selbst zu tun. Was den EU-Kernländern gegenüber mehr Spott war als Ernst. Teheran verspottete Trump. Der schwieg dazu und warb Ölkunden aus dem Nahen Osten ab, indem er ihnen amerikanisches Öl anbot.

Leere Öltanker machten sich auf den Weg an den Gulf of America. Das brachte das IRGC-Regime zu Verhandlungen in Pakistan. Die verließ JD Vance, als er feststellte, Leute gegenüber zu haben, die für Teheran nicht verbindlich sprachen. Nun schloss sich Trump quasi dem IRGC-Regime zu einer Blockade der Hormus-Straße an. Damit neutralisierte er dessen einziges Druckmittel und löste Interventionen von Hormus abhängiger Großmächte aus. Nur wenige Stunden später forderte China Zurückhaltung auf beiden Seiten und freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus. – Venezolanische Ölimporte tragen zur Senkung der US-Kraftstoffpreise bei.

Das CENTCOM begann Montagnachmittag die Seeblockade für alle Schiffe, die iranische Häfen im persischen Golf und dem von Oman anlaufen oder verlassen. Trump verkündete diesen Schritt nach dem Scheitern der Gespräche in Islamabad. Ziel sei es, iranische Ölexporte zu unterbinden und den Druck auf Teheran zu erhöhen, den US-Forderungen zum Atomwaffenprogramm und der Öffnung der Hormus-Straße nachzugeben. Der Krieg hatte Irans Öleinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent erhöht. Laut Bloomberg verdiente Teheran im März täglich rund 139 Millionen US-Dollar mit Ölexporten, gegenüber 115 Millionen US-Dollar im Februar. Das IRGC hatte einen „Schutzkorridor“ vulgo Mautstelle eingerichtet, der es Schiffen ausgewählter Länder – wie Indien, Pakistan und China – ermöglichte, die Meerenge gegen Gebühren von bis zu zwei Millionen Dollar pro Schiff zu passieren.

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