Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll offenbar einen neuen Job haben. Nach Informationen des Tagesspiegels wird er künftig die Leitung der „Nord-Süd-Kommission“ übernehmen. Das von Union und SPD im Koalitionsvertrag verankerte Projekt soll die deutsche Entwicklungspolitik neu ausrichten. „Die bilateralen Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens sollen intensiviert und zu einem globalen Netzwerk ausgebaut werden“, heißt es dazu im Koalitionsvertrag.
Um dieses Verhältnis zu thematisieren, werde man eine Kommission gründen. Weitere Details zum Gremium, etwa die Aufgabenbeschreibung oder die Zusammensetzung, sind bisher noch nicht geklärt, berichtet der Tagesspiegel. Eine Idee sei es, die Kommission international zu besetzen – etwa mit der Chefin der Welthandelsorganisation WTO, Ngozi Okonjo-Iweala aus Nigeria.
Klar sei nur, dass Scholz das Gremium leiten werde. Er und sein Team sollen offiziell auf einer Nachhaltigkeitskonferenz im Juni in Hamburg vorgestellt werden. Damit greift Bundeskanzler Friedrich Merz auf seinen gescheiterten SPD-Gegner aus dem Wahlkampf 2025 zurück und überträgt ihm erneut Verantwortung im Namen der Bundesregierung.
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