Nix Tarif bei Correctiv

vor 5 Monaten

Nix Tarif bei Correctiv
Bildquelle: Tichys Einblick

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Und nicht nur die. Auch sorgsam und mit viel Aufwand gepflegte Fassaden von Anstand, Moral, Gerechtigkeitssinn und sozialem Gewissen zerbröseln in Rekordgeschwindigkeit zu Staub, sobald es um die Penunse geht.

Das selbsternannte Recherchekollektiv „Correctiv“ wehrt sich gegen einen Haustarifvertrag. Genauer: Gründer und Chef David Schraven wehrt sich dagegen. Jetzt sind die Gewerkschaften DJV (Deutscher Journalisten-Verband) und DJU (Deutsche Journalisten-Union) sauer. Sie überlegen, Schravens Mitarbeiter zum Streik aufzurufen.

Schraven wettert so vehement gegen die Forderung nach einem Haustarifvertrag, dass auch der geldgierigste Ausbeuter blass wird vor Neid. Das klingt dann so:

„Statt eines Haustarifs setzt Correctiv seit 2021 auf ein eigenes, fünfstufiges Gehaltsmodell. Es verbindet Berufserfahrung mit gezielter Kompetenzentwicklung und ist offen für unterschiedliche Berufswege. (…) Die Gehälter bei Correctiv orientieren sich – mit Blick auf andere gemeinnützige Organisationen und Medien-Start-ups – an branchenüblichen Standards.“

Was man halt so schreibt, wenn man seine Leute nicht nach Tarif bezahlen will.

Im November 2024 war noch alles in Butter. Da ließ der DJV-Landesverband Nordrhein-Westfalen David Schraven auf Nachwuchsjournalisten los. Er sollte einen Workshop über „alternative Herangehensweisen im Journalismus“ leiten.

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